Schwieriges Thema – aber soooo wichtig: Es fällt den meisten Kindern schwer, beobachten zu müssen, wie ihren Eltern mit fortgeschrittenem Alter die Kontrolle des Lebens zusehends entgleitet.
Ich bin Ende 50, mein Vater fast 90 und an manchen Tagen, findet er nicht einmal den Speisesaal in seinem Pflegeheim wieder. Wir Kinder haben seine „Verwaltung“ übernommen – und was uns dabei hilft, ist Zusammenhalt, Gelassenheit und eine ordentliche Portion Humor.
Aber das wichtigste Werkzeug dabei, haben uns unsere Eltern für diese Aufgabe selber mitgegeben: Ich meine damit nicht ihre Erziehung oder die Unterstützung bei unserer Ausbildung, sondern notarielle, uneingeschränkte Generalvollmachten!
Diese haben sie zu Zeiten, als beide noch gut orientiert waren, inklusive Testament und Patientenverfügung ausstellen und uns Kindern zustellen lassen.
Damit kann man alles machen: Verträge schließen, Gesundheits- und Versicherungsdaten abrufen, Immobilien verkaufen, Abos kündigen, Bewegungsradien festlegen. Für Online- und Telefongeschäfte ist das zehnzeitige Dokumente bei der Authentifizierung etwas sperrig, aber überall, wo man es auf den Tresen legen kann, ein echter Türöffner, der nicht nur vieles erleichtert, sondern überhaupt erst ermöglicht.
Daher habe ich von meinem Eltern gelernt, dass ich mit Renteneintritt, diese Dokumente auch für meine Kinder erstellen lasse. Denn diese Generalvollmacht entpuppt sich als größtes Geschenk, das unsere Eltern uns machen konnten, für die Phase, in der sie zusehends auf ihren Lebenshorizont zusegeln.
Also kümmert euch bei euren Eltern darum, damit ihr es später leichter habt, und kümmert euch für eure Kinder darum, damit sie es später ebenfalls leichter haben können.
Wichtiges Thema fertig – mit klarer Handlungsempfehlung. Es war mir ein Anliegen euch das hier zulassen. Ihr könnt das auch gerne teilen: #spreadtheword

