Kennt ihr „Die Kirmes auf dem Nebenkriegsschauplatz“? Das ist der Ort, an dem man lästige Projektpartner beschäftigt halten kann, während man nebenan die eigentliche Arbeit in aller Ruhe abwickelt. Eigentlich so etwas, wie das Stöckchen, das man wirft, damit der Hund hinterher rennt, wenn man in ungestört das Grillfleisch auspacken möchte.
Viele komplexe Projekte funktionieren nur mit solchen Ablenkungsmanövern. Unternehmensstrukturen und -kulturen erfordern häufig die Beteiligung einer Vielzahl von Stakeholdern, von denen zwar einige Bedenkenträger:innen sein mögen, aber nicht wirklich etwas zum Projekterfolg beitragen. Wenn man also weiß, dass sich gewisse Leute gerne an gewissen Themen festbeißen, warum sollte man ihnen nicht gezielt den passenden Knochen hinwerfen?
Das ist ein Lösungsansatz, den ich in meinem kleinen Büchlein „Die Kunst, die richtigen Dinge zur rechten Zeit liegenzulassen“ (ab S. 61) näher beschreibe.
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