Was soll das? Kritzeleien in Büchern

Ein aufgeschlagenes Buch, mit vielen Unterstreichungen und Markierungen im Text

Hasst ihr das auch so? Ihr kauft ein gebrauchtes Buch „mit geringen Gebrauchsspuren“ und ist ist vollgekritzelt mit Unterstreichungen und handschriftlichen Anmerkungen???

Das ging mir schon an der Uni so: Ich kann Texte nicht in Ruhe lesen, wenn andere hervorgehoben haben, was sie für wichtig hielten.

Gerade habe ich – aus Gründen – mit dem Buch „Das letzte Hemd ist bunt“ von Fritz Roth zum Thema Trauerkultur und Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft begonnen und konnte mich kaum auf den Text konzentrieren, weil bei der vorherigen Lektüre, irgendjemand „ordentlich mit dem Text gearbeitet“ hat.

Irritierend fand ich, dass diese Unterstreichungen und Anmerkungen völlig abdruckfrei in dem Buch hinterlassen wurden, so dass ich mich gefragt habe, ob dies ein Teil des redaktionellen Konzeptes war. Aber im Internet steht nichts dazu – und ich dachte, wenn jedes Exemplar so aussähe, hätte jemand schon irgendwo seine oder ihre Verwunderung oder Begeisterung darüber geäußert. Aber ich habe nichts gefunden.

Falls ihr das Buch zuhause, guckt doch bitte mal rein, ob eure Seiten 26 und 27 genauso aussehen.

Und ganz komisch: Ab Seite 30 findet sich überhaupt keine Markierung mehr – als habe die Vorbesitzerin oder der Vorbesitzer die Lektüre nach dem ersten Kapitel eingestellt …

Was haltet ihr davon, wenn Leute nur mit Stift lesen können?

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Fediverse-Reaktionen

Kommentare

Ein Kommentar zu „Was soll das? Kritzeleien in Büchern“

  1. Avatar von Sascha Raubal – Autor

    @digitaleslagerfeuer
    Leute die sowas machen, sollte man teeren und federn!

    Nur Spaß …

    Nee, eigentlich nicht.
    😉

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