Vieles weiß man, aber es ist auch immer wieder schön, es noch einmal zu lesen – und dann gerne in unterhaltsamer Form. Diese ist bei Christian Ankowitsch in seinem Buch „Die Kunst, einfache Lösungen zu finden“ von 2018 auf jeden Fall gegeben.
Es überrascht nicht sonderlich, aber die meisten Probleme sind selbst gemacht – zumindest sind wir bei den meisten Dingen, die wir als Problem empfinden, ein Teil davon – also können wir auch fast immer zu deren Lösung beitragen.
Hier die vier – aus meiner Sicht – wichtigsten Lösungsansätze:
- Die Probleme im Hier und Jetzt können nicht durch Ursachensuche in der Vergangenheit gelöst werden.
- Wir haben Einfluss auf die Problemlösung, weil wir ein Teil des Problems sind.
- Einfache Interventionen verändern ganze Systeme – einfach anfangen, kleine Dinge zu verändern.
- Probleme einfach nicht als solche anerkennen.
Es kann manchmal leichter sein, als man glaubt.
Ein Satz zum Abschluss eines Kapitels ist tatsächlich bei mir hängengeblieben und beschäftigt mich weiterhin: „Erzählen Sie lieber Ihre eigene, ganz neue Geschichte, anstatt zu versuchen, eine bereits existierende zu widerlegen.“ (S. 160) Das ist noch mal ein Augenöffner, warum es so schwerfällt, gegen die Narrative populistischer Strömungen anzureden: Existierende Geschichten kann man nicht mit Erklärungen kommen – man muss einfach anfangen, bessere Geschichten zu erzählen.


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