Wie schon erwähnt, eignen sich Texte, die sich in kurze Sinneinheiten gliedern, bestens als Freizeit-Lektüre für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern – eine Unterbrechung des Leseflusses alle paar Seiten wird dann nicht als störend empfunden.

Seit Mitte der 90er Jahre des vorherigen Jahrhunderts sind populärwissenschaftliche Lexika zu Themen aller Coleur sehr beliebt. Relativ neu in diesem Reigen ist das „Lexikon des Unwissens“ von Kathrin Passig und Aleks Scholz – beide Redakteure des Grimme-Preis-gekrönten Wissenschaftsblog „Riesenmaschine“.

Wie der Titel verrät, geht um Dinge, auf die die Wissenschaft keine verlässliche Antwort hat. Mitunter erschreckt man, was alles darunter fällt: Wann weiß nicht, warum Betäubungen bei Operationen funktionieren (Stichwort: „Anästhesie“, S. 33ff), wieso wir eigentlich Gähnen (Stichwort: „Gähnen“, S. 64ff) oder die Tatsache, dass Tesa klebt (Stichwort: „Klebeband“, S. 93ff). Bei anderen Stichworten wundert man sich weniger, dass Forscher darauf keine Antworten haben (z.B. „weibliche Ejakulation“ / S. 46ff, „sexuelle Interessen“ / S. 190ff oder „Riechen“ / S. 161).

Neben sehr viel Mathematischem und Astronomischen gibt es aber auch viele Dinge, nach die uns unsere Kinder eines Tages fragen könnten. Nach der Lektüre diese Lexikons werden wir uns bei den Antworten, warum die Blätter im Herbst bunt werden (S. 85ff) oder warum man schläft (S. 180 ff) zurückhalten – man weiß es einfach nicht.

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Dieser Beitrag ist zuerst erschienen unter http://www.vatertage.net/was-es-sonst-noch-gibt-2-unwissen-aller-orten/

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